Kleines Projekt – großer Effekt

Verteilung von Solarlampen an Waisenkinder in Isoko

Projekt „Light for Learning“ in der Mbozi High School

Die Herrnhuter Missionshilfe hat sich über ein Projekt von Klaus-Peter Böhringer, Elektrotechniker und Schulleiter i. R., namens „Light for Learning“ (Licht zum Lernen) informiert und daraufhin beschlossen, die in dem Projekt entwickelte Solartechnik testweise in Tansania einzusetzen. Das Projekt zielt darauf ab, mit einfachen, robusten, bereits erprobten technischen Geräten bzw. Bauteilen, die sowohl in Deutschland als auch in Tansania preisgünstig erhältlich sind, in tansanischen Schulen und Haushalten am Abend Licht zu schaffen, so dass Kinder „nach Feierabend“ lernen können. Das Projekt ist ökologisch doppelt wirksam, vermeidet es doch den Gebrauch von schädlichen Kerosinlampen und nutzt alte, ansonsten weggeworfene Autobatterien.

Zukunft für Afrika - Ausbau der erneuerbaren Energien:

Die meisten Menschen in Afrika leiden unter Problemen bei der Stromversorgung. Heute ist Afrika immer noch ein Kontinent, wo längst nicht überall Strom zur Verfügung steht bzw. wo es häufig Unterbrechungen bei der Stromversorgung gibt. Das hindert eindeutig die wirtschaftliche Entwicklung. Die Befriedigung des wachsenden Energiebedarfs stellt in allen afrikanischen Ländern eine enorme Herausforderung dar. Die am häufigsten verwendete Energiequelle ist nach wie vor die konventionelle Biomasse. Diese wird allgegenwärtig zum Kochen genutzt. In den Bereichen Stromerzeugung und Verkehr dominieren fossile Energieträger.

Solarprojekt in Ibaba erfolgreich abgeschlossen!

Kinder aus Ibaba bestaunen die Veränderungen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba vollständig fertiggestellt wurde. Wir danken rechtherzlich allen Spendern, die Anteil an diesem Projekt genommen haben. Ohne Ihr Engagement wäre es nicht möglich gewesen eine Solaranlage in Ibaba aufzubauen. Die Solaranlage ist von größter Bedeutung für das Dorf Ibaba. Endlich muss die komplette Krankenstation nicht mehr ohne Strom arbeiten und ist nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte nun auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner nicht mehr zur Geburt eines Kindes in die nächstliegende Stadt fahren.

Auch die Schule profitiert immens davon. So ist es den Kindern nun möglich, nach Einbruch der Dunkelheit und nach getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen.

Rückblick: Am 27. Februar 2015 war ein großer Tag für Ibaba: Durch die Installation von Solarzellen konnte die Stromversorgung für die Schule und das Krankenhaus sichergestellt werden. Vor allem das Krankenhaus profitiert von diesem Fortschritt: Es kann sich nun endlich einen neuen und energiesparenden Kühlschrank leisten, um wichtige Medikamente aufzubewahren.  Zur Feier dieses denkwürdigen Augenblickes kamen auch Samuel Kabigi (Vorsitzender der Kirchenleitung vor Ort) und Aliko Kibona (Mitglied des Parlaments) nach Ibaba, um zusammen mit den Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern zu feiern.

Möchten Sie weiterhin Solarprojekte in Afrika fördern, dann würden wir uns über Ihre Spende freuen. Mit dem „Solarfonds Afrika“ der Herrnhuter Missionshilfe, werden Solarprojekte in ganz unterschiedlichen Regionen von Afrika gefördert.Damit will die Herrnhuter Missionshilfe weitere Dörfer auf dem Weg zu mehr nachhaltiger Energie begleiten. Die Herrnhuter Missionshilfe hat sich zur Aufgabe gemacht, netzunabhängige Solaranlagen zu realisieren. Damit ermöglicht Sie eine langfristige Lösung der Energieversorgung in Afrika.
Improvisation pur - afrikanische Leuchte