Lokaler Marktstand mit geräuchertem Fisch

Alternativen gegen Lebensmittelknappheit - Brüdergemeine in Sambia kämpft gegen Hunger

„Um der Lebensmittelknappheit in Sambia entgegenzusteuern, wollen wir sowohl in unserem Ort Ndola als auch in den Herrnhuter Gemeinden im Norden des Landes die landwirtschaftlichen Aktivitäten weiter ausbauen und den Gemeindemitgliedern bei der Vermarktung ihrer Produkte helfen. Vor allem der Bau von Fischteichen ist mir ein großes Anliegen, da die Nachfrage nach Fisch und damit nach Proteinen in der Nahrung derzeit viel größer ist als das Angebot“, berichtet Fred Walch, Projektberater für die Herrnhuter Missionshilfe in Sambia. „Die Menschen hier sind sehr dankbar für die Unterstützung der Missionshilfe – ohne Spenden ist unsere Arbeit nicht möglich!“

„Sambia verfügt über 40 % der Frischwasserreserven im südlichen Afrika. Beste Voraussetzungen, um Fischzucht zu betreiben“, erzählt Fred Walch, der seit diesem Jahr als Projektberater der Missionshilfe in Ndola wohnt und arbeitet – dort, wo einige der ersten Brüdergemeinen Sambias angesiedelt sind. Viel hat er bereits bewegt: „In Zusammenarbeit mit der Fischereiabteilung des hiesigen Landwirtschaftsministeriums bieten wir den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Seminare in Fischzucht an. Und auch in der Landwirtschaft möchten wir zeitnah neue Projekte starten.“

Durch den großen Einsatz von Kunstdünger nimmt die Fruchtbarkeit der eigentlich sehr ertragreichen Böden in Sambia zunehmend ab. Die Brüdergemeine möchte ihren Gemeindemitgliedern und den Kleinbauern aus ihrem Umfeld Alternativen aufzeigen. „Wir planen, mehr Obst und Gemüse anzubauen und auf Biolandwirtschaft umzustellen. So erhalten wir nicht nur die Fruchtbarkeit der Böden, sondern unsere Produkte lassen sich auf dem Markt auch leichter vermarkten. Leider machen das bisher viel zu wenige“, erklärt Fred Walch. „Nur wenn kleinbäuerliche und nachhaltige Ernährungssysteme gestärkt werden und Landwirte darin geschult werden, wie man Nahrungsmittel umweltverträglich anbaut, lagert und verarbeitet, hat man eine Chance, Hunger und Armut zu bekämpfen und die Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten“.

Und die Herrnhuter Missionshilfe hat noch mehr Pläne für Sambia: In Zusammenarbeit mit Herrn Fred Walch sollen ein Waisenprojekt, eine Berufsschule und ein Gästehaus realisiert werden. Damit diese wertvollen Ideen kein Traum bleiben müssen, bitten wir Sie herzlich um Ihre Unterstützung: Jede Spende – egal ob groß oder klein – hilft der sambischen Brüdergemeine, ihre Träume zu verwirklichen. Danke schon heute für Ihre Hilfe!