Erneuerbare Energien für Ibaba

Ibaba auf dem Weg zu mehr nachhaltiger Energie

Kinder aus Ibaba bestaunen die Veränderungen
Kinder aus Ibaba bestaunen die Veränderungen
Improvisation pur - afrikanische Leuchte
Improvisation pur - afrikanische Leuchte

"Wir freuen uns, das Expertenteam aus Deutschland bald wieder begrüßen zu dürfen", erzählt Pesa Mbili. Sie ist Leiterin der örtlichen Krankenstation: "Doch wir müssen uns noch etwas gedulden", ergänzt die Tansanierin. Aktuell fehlen nämlich die finanziellen Mittel, um die Experten erneut nach Ibaba zu schicken. Ein Teil der Krankenstation wurde bereits Anfang 2015 mit Solarenergie versorgt. Auch die Schule wurde mit Strom ausgestattet. So ist es den Kindern nun möglich, nach Einbruch der Dunkelheit und nach getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Als nächstes wird die komplette Krankenstation mit Solarstrom ausgestattet. "Wir sind gerade dabei, unsere Krankenstation um eine Geburtshilfestation zu erweitern. Dafür brauchen wir dringend Strom", so Mbili weiter. Für die Zukunft ist geplant, auch die privaten Haushalte des im südlichen Tansania gelegenen Dorfes Ibaba mit Wasser- und Windkraft zu versorgen. Dabei soll der nahe gelegene Fluss Wasser für eine weitere nachhaltige Energie liefern. Die Menschen in Ibaba sind schon jetzt sehr glücklich: "Unser Dorf hat viel erreicht. Bitte helft uns dabei, dass wir auch andere nachhaltige Energiequellen nutzen und in eine nachhaltige Zukunft schreiten können", meint Mbili abschließend.

Endlich Solarstrom für Ibaba

Solarstrom für Ibaba: Das Dorf feiert
Solarstrom für Ibaba: Das Dorf feiert
Solaranlage in Ibaba
Solaranlage in Ibaba

Ein großer Tag für Ibaba: Am 27. Februar 2015 konnte die Stromversorgung des Dorfes erstmals durch die Installation von Solarzellen sicher gestellt werden. Zunächst wurden die Schule und das Krankenhaus ans Stromnetz angeschlossen. Vor allem das Krankenhaus profitiert von diesem Fortschritt: Es kann sich nun endlich einen neuen und energiesparenden Kühlschrank leisten, um wichtige Medikamente aufzubewahren. Die Versorgung des Stationsgebäudes soll bald folgen. Zur Feier dieses denkwürdigen Augenblickes kamen auch Samuel Kabigi (Vorsitzender der Kirchenleitung vor Ort) und Aliko Kibona (Mitglied des Parlaments) nach Ibaba, um zusammen mit den Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern zu feiern.

Betina holt Feuerholz

„Mein Leben“, sagt die 70-jährige Betina, „wird sich komplett ändern!“

Ihr Leben lang hat sie jeden Tag Holz zum Kochen gesammelt. Zwei Stunden braucht die 70-Jährige täglich dazu. Sie wohnt in Ibaba, einem Dorf mit rund 1.600 Einwohnern im Hochland von Südwesttansania. Von einem Stromanschluss konnten bisher die Dorfbewohner nur träumen. 90 Kilometer sind es zu ihrer Distriktstadt und 80 Kilometer bis zum nächsten Stromanschluss. Außer Holz können die Bewohner noch Kerosin und Batterien kaufen. Beides ist teuer. Holz ist problematisch, wenn die Bäume nicht wieder systematisch aufgeforstet werden.

Solarenergie bietet eine neue Chance. Pfarrer Kanyika beschäftigt sich intensiv mit den Möglichkeiten der Solarenergie. Er ist begeistert und hat sich in Äthiopien fortgebildet, die ersten Paneelen aufgestellt und einzelne Solarlampen verteilt. Ein ganzes Dorf mit Solarenergie zu versorgen ist eine Herausforderung für den engagierten Kirchenmann. Sein Musterdorf heißt Ibaba mit 400 Haushalten, einer Secondary School und einer Krankenstation.
„Überall fehlt es an Strom“, berichtet der Solarexperte. „ In der Krankenstation gibt es keinen Kühlschrank, so dass bestimmte Medikamente gar nicht erst angeschafft werden können. In der Schule gibt es kein Licht, keine Steckdose, einfach nichts. In den Häusern haben wir die gleiche Situation.“

Die Planungen haben bereits begonnen. 120 bis 160 Solarmodule mit je 1,6 Quadratmeter Größe müssen aufgestellt und an die zentrale Batterie angeschlossen werden. Von diesem zentralen Akku aus werden die Leitungen in die Schulen, Häuser und die Krankenstation verlegt. Bis sie dort zum ersten Mal mit Strom arbeiten können wird es vom ersten Spatenstich an, der im September 2014 geplant ist, rund acht Monate dauern.

Pfarrer Kanyika

„Es ist ein ehrgeiziges Projekt, bei dem es nicht nur um eine infrastrukturelle Maßnahme geht“, sagt der Projektleiter. „Es geht um neue Geräte, die mit Strom arbeiten und die noch angeschafft werden müssen. Und vor allem es geht um ein neues Denken.“

Der Solarstrom wird das Leben im Dorf verändern. Frauen müssen in der bergigen Region nicht mehr mühsam Holz sammeln. Medikamente, die nur mit Kühlung wirken, können künftig in der Krankenstation eingesetzt werden. In den Schulen und zu Hause ist ein viel besseres Lernen und

Arbeiten möglich. Für dieses große Vorhaben brauchen wir Ihre Hilfe! Denn die gesamte Finanzierung ist für uns nur mit Unterstützung aus Europa möglich.