„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt."

Sprichwort aus Uganda

67.500 Bäume gepflanzt

Fred Walch zusammen mit Nebort Sikazwe, Vorsitzender der Kirchenleitung vor Ort
Fred Walch zusammen mit Nebort Sikazwe, Vorsitzender der Kirchenleitung vor Ort

"Wir sind sehr stolz - wir haben 67.500 Bäume auf 20 Hektar Land gepflanzt", berichtet Nebort Sikazwe. Er ist Vorsitzender der Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz. "Wir haben vor allem Avocadobäume und Pinien eingesetzt. Die Regenzeit hat später begonnen als sonst. Doch unsere Geduld hat sich bezahlt gemacht", so Sikazwe. Fred Walch konnte sich im Januar selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen. Im Rahmen seiner diesjährigen Tansaniareise besuchte der Projekt- und Finanzleiter der Herrnhuter Missionshilfe auch Sumbawanga: "Bäumchen soweit das Auge reicht - ein echter Segen für die Region", so Walch. Als nächstes soll ein Zaun um das Pflanzgelände errichtet werden, um die jungen Bäume vor allem von umherziehendem Vieh zu schützen. "Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis wir das erste Holz sägen und die ersten Früchte ernten können", erzählt Sikazwe: "Doch der erste Schritt in eine nachhaltige Zukunft ist getan - wir danken euch für eure Hilfe".

Die ersten Bäume sind gepflanzt

Nachdem die sogenannte kleine Regenzeit im Dezember vorübergegangen ist, war der Boden in Sumbawanga bereit um bearbeitet und bepflanzt zu werden. Viele fleißige Helfer holten die Baumpflänzchen aus der Baumschule ab, gruben Löcher, füllten sie mit Dünger und pflanzten die kleinen Bäume in die afrikanische Erde. Innerhalb von wenigen Tagen waren die ersten Hektar des Projektes bepflanzt. Alle wissen, es wird noch einige Zeit dauern, bis aus den kleinen Pflänzchen große Bäume werden, aber die Vorfreude ist schon jetzt sehr groß.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung für dieses Projekt!

Baumschule
Nach der Regenzeit bietet der Boden gute Wachstumsbedingungen
Die ersten Bäumchen

Großes Baumpflanz- und Umweltschutzseminar in der Rukwa-Provinz

Baumpflanz- und Umweltschutzseminar
Baumpflanz- und Umweltschutzseminar
Säen, Pflanzen, Düngen - all das gehört bei der Anzucht von Baumsetzlingen dazu
Säen, Pflanzen, Düngen -  all das gehört bei der Anzucht von Baumsetzlingen dazu
Eine Pflanzenschule in Tansania
Eine Pflanzenschule in Tansania

Um die Umwelt zu schützen, bedarf es mehr als nur Löcher für Bäume zu graben. Das wurde 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei einem Seminar der Moravian Church in Tansania über das Pflanzen von Bäumen und Umweltschutz näher gebracht.

„Die Herrnhuter Missionshilfe in Deutschland unterstützt unsere Provinz wo sie nur kann,“ sagt Pfarrer Erord Simae. Auch er hat in diesem Seminar von drei kommunalen Seminarleitern neue Motivation und neues Hintergrundwissen für die Baumpflanzaktion der Herrnhuter Brüdergemeine erhalten.

Nach einer Bibelarbeit zum Einstieg wurde thematisiert, wie die Setzlinge in einer Baumschule herangezogen werden können. Weiterhin wurde erklärt, wie sie eingepflanzt werden, ohne die Wurzeln zu verletzen. Ganz wichtig war zudem, wie der wachsende Baum gepflegt werden muss, um einmal möglichst viele Früchte oder Brennholz zu liefern. Die Frage, welcher Dünger wichtig ist, konnte ebenso beantwortet werden, wie die nach auftretenden Pflanzenkrankheiten. Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer hatten ein volles Programm. Es war sogar möglich, in einer Pflanzenschule die Heranzucht der Setzlinge direkt anzuschauen.

Der Regionalkommissar der Provinz dankte der Kirche für ihr Engagement im Bereich des Umweltschutzes. Problematisch ist, dass in der Region auch in Schutzgebieten Bäume für Holzkohle geschlagen werden. „Wenn wir die Unterstützung der Kirchen bekommen, zum einen durch das aktive Pflanzen von Bäumen, aber auch, indem Menschen den Mehrwert von Bäumen und der Umwelt erkennen, hoffen wir, dass viele Bäume geschützt werden, die in Gefahr sind, abgeholzt zu werden,“ berichtet der Regionalkommissar.

Die Ziele, die sich die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer am Ende steckten, zeigen die hohe Motivation für die Baumpflanzaktion. Ein Teilnehmer sagte: „Nachdem wir jetzt theoretisch gelernt haben, wie man mit den Bäumen umgehen muss, wollen wir das praktisch umsetzen.“ Es wurde eine Empfehlung herausgegeben, dass jede Kirchengemeinde 10 bis 100 Bäume rund um ihre kirchlichen Gebäude pflanzt. Wenn dies funktioniert, dann wird der Wunsch von Pfarrer Simae erfüllt, dass in dem Seminar den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein neues Bewusstsein für die Umwelt gegeben wird und sich dadurch auch das Bewusstsein der Gesellschaft verändert.

Bäume bedeuten Leben!

Ein Bäumchen für die Zukunft
Ein Bäumchen für die Zukunft
Happy Mshani
Happy Mshani
Avocado-Pflänzchen
Avocado-Pflänzchen
Orangen für alle
Orangen für alle
Pinien-Setzlinge
Pinien-Setzlinge
Ein Teil der Pflanzgruppe
Ein Teil der Pflanzgruppe

"Meine Kinder sind schon ganz aufgeregt", erzählt Happy Mshani. "Sie haben noch nie in ihrem Leben ein Bäumchen gepflanzt." Happy Mshani ist Mitglied der Baumpflanzgruppe in Sumbawanga. Zu Beginn der Regenzeit, startet die große Baumpflanzaktion. Zu den geplanten Baumarten sind auch noch Avocado- und Orangenbäume gekommen. "Die Früchte helfen vor allem den Kindern, um an wichtige Vitamine und Mineralstoffe zu gelangen", so Mshani. Ein Teil der Früchte wird auf regionalen Märkten verkauft und trägt zur Einkommensgenerierung der Gemeinde bei. Für jede Baumart hat die Gemeinde einen extra Bereich im zwei Hektar großen Gebiet vorgesehen. "Wenn die Brunnen gebaut sind und der Wachmann gefunden ist, kann Ende des Jahres alles beginnen", meint die Tansanierin. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. "Zwei meiner Kinder möchten sich um "ihre" Bäumchen kümmern, bis die ersten Früchte geerntet werden können - und natürlich noch darüber hinaus", lacht Mshani.

Baumpflanzaktion in Sumbawanga, Tansania

Bäume pflanzen – in Afrika!
Die Gemeinde Sumbawanga hat sich ein großes Ziel gesetzt. Sumbawanga liegt in der Rukwa-Provinz, im Westen von Tansania, nahe der sambischen Grenze. Das Landschaftsbild ist karg – es fehlt an Wasserquellen. Es gibt viel Weideland, welches von umherziehenden Kuh- und Ziegenherden besiedelt wird.

Auf einem Gebiet von zwei Hektar Land sollen die Bäume gepflanzt werden. Dazu braucht es zwei Brunnen, um die Pflanzen bewässern zu können. Als Baumarten kommen neben Pinien, die widerstandsfähig sind und schnell wachsen, noch Obstbäume hinzu. Das Pflanzen der Bäume soll dazu dienen, nach einigen Jahren das Holz der Bäume als Bauholz zu verwenden. Mit den Früchten kann die Bevölkerung ernährt werden und sie werden zusätzlich zum Verkauf angeboten. Es handelt es sich auch um ein nachhaltiges Projekt, um die Umwelt zu schützen.

Die Menschen, die in der Umgebung des Projekts beheimatet sind, müssen weite Wege auf sich nehmen, um an Bau- und Brennholz zu gelangen. Auch ihnen kann mit dem Vorhaben der Baumpflanzung geholfen werden. Die Gemeinde hat bereits fünf Millionen Tansanische Schillinge (TSH) gesammelt - dies entspricht ungefähr 2.500 €.

Werden Sie Baumpate

und leisten Sie Ihren Beitrag zum Umweltschutz in Afrika.


Typisches Landschaftsbild von Sumbawanga
Typisches Landschaftsbild von Sumbawanga
Frauen der Gemeinde Sumbawanga
Frauen der Gemeinde Sumbawanga
Sekundarschule mit Patenschaftsprogramm in Sumbawanga
Sekundarschule mit Patenschaftsprogramm in Sumbawanga