Besuch von Agrippa Senka in Deutschland

Agrippa Senka zu Besuch in Bad Boll
Agrippa Senka zu Besuch in Bad Boll

"Wir haben immer mehr Losungsleser in Tansania", erzählt Agrippa Senka stolz. Im Rahmen einer Besuchsreise machte er am Dienstag, 21. Oktober, Halt in Bad Boll. Der Projektleiter und Verantwortliche des Losungsdrucks in Tansania berichtete, dass "in den nächsten Jahren eine noch größere Anzahl an Losungen gedruckt und verteilt werden soll". Es seien viele Menschen, auch Jugendliche und junge Erwachsene, deren Interesse an den Losungen geweckt werden konnte. "Die Frauengruppen erhalten die Bücher kostenlos. Sie verteilen sie in ihren Gemeinden und lesen gemeinsam darin. Gerade sie sind es, die ihre Kinder an das Wort für jeden Tag heranführen", so Senka. Doch die Planung von Druck und Verteilung der "Kiongozi Kalenda", wie die Losungen in Tansania heißen, ist nicht immer einfach: "Da wir in Zukunft mehr Losungsbücher drucken wollen, um der Nachfrage gerecht zu werden, planen wir eine eigene Druckmaschine anzuschaffen", so der Tansanier. "Wir sind sehr dankbar, dass wir durch die Hilfe aus Deutschland schon so weit gekommen sind", meint Senka abschließend.

Losungen für Frauen

Nikwisa Mwakamele setzt sich für Witwen und Waisen ein
Nikwisa Mwakamele setzt sich für Witwen und Waisen ein

"Mein täglicher Begleiter sind die Losungen", erzählt Nikwisa Mwakamele. Die tansanische Pfarrerin hilft Kindern und Jugendlichen, Waisen und Witwen im Südwesten des Landes. "Viele sind begeistert von den Losungen, weil sie ihnen Mut machen. Nur können sich die meisten keine eigene Losung leisten", so Mwakamele. Deshalb setzt sie sich dafür ein, die "Kiongozi Kalenda", wie die Losungen in Tansania genannt werden, weiter zu verbreiten.

Wie können wir hier in Deutschland dazu beitragen, vor allem Frauen und jungen Menschen die Losungen zugänglich zu machen? 22 Frauen können durch eine Spende in Höhe von 33 Euro ein Losungsbuch erhalten.

Unterlagen für die Sonntagsschule benötigt

Kinder in der Sonntagsschule
Agnes Njeyo - Pfarrerin und Leiterin der Frauenarbeit

"Wir konnten für dieses Jahr 468 Losungen kaufen und sie in vier Provinzen verteilen", erzählt uns Agnes Njeyo stolz. Sie ist verantwortlich für die Frauenarbeit in Tansania. Vor allem der Sonntagsschule kommen die Losungen zu Gute. "Die Kinder und Jugendliche freuen sich immer auf Sonntag - wir wollen ihnen mit ausführlicheren Unterlagen gerecht werden", so die Pfarrerin Njeyo weiter.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, den Druck des benötigten Unterrichtsmaterials zu ermöglichen.

Swahili in Tansania

In Tansania wächst die Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) und es werden immer weniger Losungen verkauft.

Wie passt das zusammen?

Tansania gehört zum Armenhaus Afrikas.
Das ist eine Erklärung. Die Menschen haben kein Geld, sich die „Kiongozi Kalenda“, wie die Losungen in Swahili heißen, zu kaufen.
Eine zweite besteht darin, dass die Menschen die Losungen gar nicht kennen oder der Meinung sind, sie seien nur für die Pfarrer da.

Genau an dieser Stelle unterstützt die Losungsspende die Herausgeber in Tansania.

Die ehrenamtlich tätigen Frauen in den Gemeinden, die alle keine theologische Ausbildung haben, erhalten kostenlos eine Losung. So werden 800 Exemplare in ganz Tansania verteilt. Diese Aktion läuft bereits seit sechs Jahren. Im letzten Jahr gab es eine weitere und weitaus größere Aktivität. Über die Zentrale der Moravian Church werden etliche tausend Losungen gezielt in den jungen Gemeinden an ehrenamtlich Tätige verteilt. Auf fünf Jahre ist diese Aktion geplant.

Agrippa Senka - Projektleiter u. Verantwortlicher d. Losungsdrucks

„Damit“, sagt Agrippa Senka, der Projektleiter, „erhoffen wir uns einen stetigen Anstieg der Leserschaft. Für uns sind die Losungen nicht nur als tägliche geistliche Nahrung wichtig. In unserem umfangreichen Anhang werden alle Gemeinden und Mitarbeiter aufgelistet und die Provinzen der Brüdergemeine weltweit. Sie stiften ein Bewusstsein dafür, dass wir alle zusammen gehören.“