Zinzendorfschule Tossens - Lernen unter Gottes Segen im Sinne Zinzendorfs

Seit nunmehr 71 Jahren ist die Zinzendorfschule Tossens mit ihrem besonderen, christlichen Profil ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft des Landkreises Wesermarsch.
Gerade die Möglichkeiten zur individuellen Förderung machen diese Schule für Schülerinnen und Schüler zu einem Ort, an dem sie sich angenommen und wohl fühlen. Die Pädagogen haben aber noch mehr Ideen, die sie zum Wohle der ihnen anvertrauten jungen Menschen gerne umsetzen würden.

Schulleitung der Zinzendorfschule Tossens: Dr. Thomas Siemon, Andrea Turmann, Andreas Diercks und das Kollegium

Schulalltag geprägt von Glaube und Wertschätzung

Die Schulsozialarbeit an der Zinzendorfschule ist ein sozialpädagogisches Angebot und bietet eine vertrauliche Begleitung für alle Schülerinnen und Schüler im Schulalltag. Der Schulsozialarbeiter fungiert hierbei ebenfalls als Ansprechpartner für Lehrkräfte und Eltern. Er hat ein offenes Ohr für Probleme und Sorgen der Schülerinnen, Schüler, Lehrer und Eltern. Schwerpunkte der Sozialarbeit sind:
– Beratungsstelle für Eltern und Lehrer
– Im Trainingsraum werden einzelne den Unterricht störende Schülerinnen und Schüler zeitweise durch den Schulsozialarbeiter betreut, um zu reflektieren und Wege zu finden, sich in zukünftigen Situationen angemessen zu verhalten. So wird lernbereiten Schülerinnen und Schüler ein ungestörter Unterricht gewährleistet.
– Das Sozialtraining soll bestehende soziale Schwierigkeiten in der Klasse aufdecken, reflektieren und verändern. Die Schülerinnen und Schüler können in diesem besonderen Unterricht ihre Einstellung, Sichtweise und Gefühle transparent machen und bekommen damit die Möglichkeit, ihre individuelle Rolle in der Klasse zu entdecken und von einer positiven Gruppendynamik aufgefangen zu werden.

Morgensegen im Gebäude Spangenberg

Morgensegen und Gottesdienste

„Das christliche Menschenbild bestimmt die pädagogische Arbeit an unserer Schule – ganz im Sinne Zinzendorfs. Jeder Schüler, jede Schülerin wird ernst genommen und individuell begleitet.“

Zur Stärkung der Gemeinschaft beginnt jeder Schultag mit dem Morgensegen. An zwei zentralen Orten versammeln sich alle Schüler und Lehrkräfte: Nach Gratulationen für die Geburtstagskinder folgt ein geistlicher Impuls. Häufig ist dies die Tageslosung, die den Schülern kurz entfaltet und in Bezug zu ihrer Lebenswirklichkeit gesetzt wird. An besonderen Tagen im Schuljahr werden gemeinsam Schulgottesdienste gefeiert, zum Beispiel zur Einschulung oder am letzten Schultag vor Weihnachten. Die Schülerinnen und Schüler wirken bei der Vorbereitung und Gestaltung mit und können sich mit ihren Begabungen einbringen. Im 5. und 6. Schuljahr vermitteln wir im Religionsunterricht erste Kenntnisse über Zinzendorf und die Brüdergemeine. In den Folgejahren werden diese Kenntnisse vertieft. Ein Schwerpunkt ist bei uns die Beschäftigung mit der Bibel. Die meisten Schülerinnen und Schüler besitzen eine eigene Bibel, von der in allen Jahrgängen im Religionsunterricht rege Gebrauch gemacht wird. Im 9. und 10. Schuljahr trägt dieser Unterricht besondere Früchte: Im Rahmen eines Sozialpraktikums bringen sich die Schülerinnen und Schüler in sozialen Einrichtungen der Region ein. In der Oberstufe wählen viele Religion als „Leistungsfach“. So haben sie in Tossens die Möglichkeit, sich bis zum Schulabschluss intensiv mit christlichen Themen zu beschäftigen.

Dialog zwischen Kunst und Pädagogik – Theater an der Zinzendorfschule Tossens

„Theaterspielen schafft Bilder, die so bunt und vielfältig sind wie unsere Schülerschaft.“

Theaterpädagogin Howell berichtet über ihre Arbeit: „Am Anfang der 5. Klasse höre ich oft Sätze wie: ‚Was lernen wir im darstellenden Spiel?‘ oder ‚Welches Theaterstück führen wir auf?‘ Diese Fragen sind für mich immer schwer zu beantworten, denn in der Theaterpädagogik geht es nicht um abfragbare Resultate oder vorgefertigte Präsentationen. Es geht vielmehr darum, Alltägliches, Vertrautes in Neues umzuwandeln – Denken in Handeln. Es geht darum, etwas auszuprobieren, um es zu verwerfen oder es weiter zu entwickeln. Täglich müssen Ziele neu definiert werden, denn unsere Wege sind nicht immer gerade, und Überraschungen sind vorprogrammiert. Meine Aufgabe sehe ich darin, diesen lebendigen Dialog zwischen Kunst und lebensfroher Pädagogik zu fördern und auf die Bühne zu bringen.“