African Rainbow Schule droht Schließung

Schulbauprojekt in Tansania

„Eine neue Verordnung bringt uns in große Schwierigkeiten“, berichtet Pfarrer Erord Simae, Projektleiter der Herrnhuter African Rainbow Secondary School in Sumbawanga, Tansania. „Wie in vielen anderen afrikanischen Staaten, hat auch unsere tansanische Regierung beschlossen, die Fächer Biologie, Chemie und Physik verbindlich in den Lehrplan aller Sekundarschulen aufzunehmen.“ Derzeit besitzt die Schule keine Fachräume für Naturwissenschaften. Und Pfarrer Simae weiß: „Wir schaffen die Investitionen aus eigener Kraft nicht. Deshalb sind wir sehr froh und dankbar, dass uns die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt.“

„Die chemischen Substanzen und die Geräte lagern derzeit noch ungesichert auf einem Tisch. Das ist unzulässig und gefährlich. Doch so können meine Schüler wenigstens ein bisschen mit den chemischen Grundstoffen und Reaktionen vertraut werden.“ „Ich hoffe sehr, dass wir bald einen richtigen Chemieraum bekommen mit einem echten Labor – darauf freue ich mich schon heute, weil ich dann endlich mit den Schülern richtige Experimente durchführen kann“,
so Japhet. „Für unsere naturwissenschaftlichen Fächer hätten wir früher oder später ohnehin neue Räume einrichten müssen, um qualifiziert unterrichten zu können. Diese sind in jedem Fall ein Gewinn für die ganze Schule und eine sinnvolle Investition in die Zukunft.“ Die Herrnhuter Secondary School sieht sich durch die Forderung der Regierung, eigene naturwissenschaftlichen Fachräume vorweisen zu müssen, zum jetzigen Zeitpunkt vor eine große finanzielle Herausforderung gestellt, denn Bau und Ausstattung kosten viel Geld. Für den Physikunterricht kann ein bestehendes Haus
umgebaut werden. Doch für Chemie und Biologie müssen neue Räume errichtet werden – inklusive Laboreinrichtung, Abwasserkanäle, Gasleitungen, Waschbecken, Tische, Stühle und Schränke. Glücklicherweise ist das eigene Gelände für die Erweiterung groß genug.

„Das größte Problem ist die Zeit. Die Regierung hat uns eine Frist bis Ende des Jahres eingeräumt. Sie will sehen“, erklärt Projektleiter Pfarrer Erord Simae, „dass wir ihren Forderungen
nachkommen. Ansonsten würde sie die Schule schließen. Wir verstehen ja, dass durch diese Vorgaben
das Bildungsniveau unserer Schulen angehoben werden soll. Doch für uns alleine ist die Finanzierung nicht zu schaffen. Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Herrnhuter Missionshilfe Unterstützung zugesagt hat.“

Zunächst wurden 4.000 Euro Soforthilfe für das Fundament des Gebäudes zur Verfügung gestellt. Für den Rohbau werden dann zusätzlich 11.500 Euro benötigt. Der gesamte Um- und Neubau wird rund 35.000 Euro kosten. „Die Schließung der Schule wäre für unsere Schülerinnen und Schüler ein Desaster“, meint Pfarrer Simae. „Sie stünden auf der Straße. Eine Alternative gäbe es für die wenigsten. Auch die Lehrerinnen und Lehrer würden ihren Arbeitsplatz verlieren. Danke, dass Sie helfen, dies zu verhindern!“