Ein täglicher Hoffnungsstifter – die Losungen auf Syrisch-Aramäisch

Das Losungsbuch auf Syrisch-Aramäisch

Es ist nicht leicht in den von Krieg gezeichneten Gebieten Syriens und dem Irak ein Buch wie die Losungen zu verbreiten. Seit zwei Jahren läuft aber dieses Projekt und Emanuel Youkhana kann von der Herausgabe viel Gutes berichten: „Wir verteilen die Losungen unter syrischen Christen, die in den Norden des Irak oder in den Libanon geflüchtet sind und sehr unter ihrer Entwurzelung leiden. Sie werden zum Beispiel in Bibelstunden und bei den Treffen von Jugendgruppen gelesen. Ich bin vielen Frauen und Männern begegnet, die das Buch auch zu Hause lesen und sie haben mir erzählt, dass ihnen die Texte Hoffnung geben und Mut machen für die Herausforderungen, die ihnen als Flüchtlinge tagtäglich begegnen.“ Die Übersetzung und der Druck der Losungen auf Syrisch-Aramäisch werden von der Losungsspende unterstützt. Die Herausgebenden bitten auch für das kommende Jahr wieder um eine Unterstützung. „Wir brauchen eine finanzielle Unterstützung. Alle Exemplare der Losungen werden verschenkt an Menschen, die in einer Situation sind, wo oft Hoffnungslosigkeit herrscht. Die Eltern erzählen ihren Kindern mit traurigen Augen von ihrem Zuhause, dass sie zum Teil schon vor vier Jahren verlassen haben.“ Unterstützen Sie uns dabei, die Herausgabe der Losungen auf Syrisch-Aramäisch auch im kommenden Jahr zu ermöglichen und damit einen kleinen Hoffnungsschimmer in diesen Krisenregionen zu verbreiten.

Losungen seit 2016 in Aramäisch, der Sprache Jesu

Die erste Ausgabe der Losungen in aramäischer Sprache konnte produziert werden.

„Es war mir ein Anliegen, den geschundenen und verfolgten Schwestern und Brüdern dieser Region nicht nur finanziell zu helfen, sondern ihnen auch die Losungen in ihrer eigenen Sprache anbieten zu können“, berichtet der Initiator der aramäischen Losungen, Kirchenrat Klaus Rieth. Er ist seit 2007 verantwortlich für das Referat „Mission, Ökumene und Entwicklungszusammenarbeit“ bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. „Die aramäischen Christen kannten die Losungen nicht, weil sie alle aus dem orthodoxen Kirchenbereich kommen“, erzählt Klaus Rieth. Dr. Robin Samuel, der für die Organisation CAPNI (Christian Aid Programme in Northern Iraque) in Dohuk im Nordirak arbeitet, konnte für das Übersetzen gewonnen werden. Gerade in dieser Region sind viele Menschen
auf der Flucht. Deshalb musste oft nachts an der Übersetzung gearbeitet werden – tagsüber mussten Lebensmittel verteilt oder Wohnraum für die Flüchtlinge beschafft werden. Nach drei Monaten war die erste Ausgabe, der Jahrgang 2016, in Aramäisch fertig übersetzt und konnte in einer Auflage von 6.000 Stück produziert werden. Die Losungen werden im Libanon, Iran, Syrien und Europa angeboten.