Offizielle Eröffnung der Kapelle am ersten Advent

Einladung zur Eröffnung

Mit großer Freude hat uns die Nachricht aus Prag erreicht, dass am 03. Dezember die sanierte Milíc-Kapelle in Prag-Malešice eröffnet wird. Die Pfarrerin Eva Šormová schreibt uns: Wir schätzen die Hilfe der Losungsspende sehr! Viele Leser wurden dadurch für unser Projekt begeistert und wir konnten mit ihrer Hilfe das Vorhaben zum Ziel bringen. Die Prager Gemeinde dankt dir sehr für diesen Dienst."

Neues Gemeindezentrum – Kraftakt für Herrnhuter in Prag

Der erste Schritt hin zu einem eigenen Gemeindezentrum ist getan – ein kleines, altes Kirchlein konnte die Herrnhuter Gemeinde in Prag kaufen. Jetzt gilt es, das Gebäude zu renovieren. Pfarrerin Eva Šormová erklärt: „Wir müssen neue Leitungen legen, außen und innen verputzen und streichen, den Fußboden verlegen und vieles mehr. Am Schluss werden wir den Kirchenraum einrichten, der maximal 80 Personen fasst.“ Aber oft geraten die Bauarbeiten ins Stocken, weil das nötige Geld fehlt. „Aus eigener Kraft schaffen wir den Um- und Anbau nicht.“

„Wir haben es geschafft!“ freut sich Eva Šormová, Pfarrerin der Herrnhuter Gemeinde in Prag. Noch im Jan Hus Jubiläumsjahr 2015 konnte die Gemeinde ein Anwesen am Stadtrand mit einer kleinen Kirche kaufen. „Auch aus Deutschland haben wir Spenden erhalten, dafür sind wir sehr dankbar“, erzählt Eva Šormová. „Wir haben zudem Benefizkonzerte veranstaltet und konnten einen Kredit aufnehmen. Nur so war der Kauf möglich.“ Nun steht die Renovierung des Gebäudes an. Auf dem verwilderten Gelände soll ein schöner Garten entstehen, und ganz am Ende des Projektes soll noch ein Anbau realisiert werden – die Pläne sind bereits vorhanden. „Manchmal“, bekennt die Pfarrerin, „wenn die Bauarbeiten ins Stocken geraten, hilft mir das alte Lied der Böhmischen Brüder ...Ob du gleich hier musst tragen viel Widerwärtigkeit, sollst du doch nicht verzagen; er hilft aus allem Leid.“ Die Böhmischen Brüder und insbesondere ihre Lieder gehören zum reichen und vielfältigen Erbe der Herrnhuter nicht nur in Tschechien, sondern weltweit. Menschen aus vielen verschiedenen Ländern kommen nach Prag, um die Wirkungsstätten von Jan Hus und der Böhmischen Brüder zu erleben. „Wir sind gerne Gastgeber und wünschen uns, dass wir demnächst unsere Gäste in eigenen Räumen willkommen heißen können“, so Eva Šormová. „Doch genauso wichtig ist uns, dass wir das Gemeindeleben vor Ort intensivieren. Wir haben junge Familien, die sich treffen möchten, ältere Menschen, die eigene Aktivitäten entwickeln, Musiker, die sich freuen, hier zu üben und zu unterrichten – an Ideen mangelt es nicht. Allerdings sind wir eine arme Gemeinde. Gerade junge Familien und Rentner gehören zu den Gruppen in unserem Land, die finanziell schlecht gestellt sind. Ich muss gestehen: Aus eigener Kraft schaffen wir den Um- und Anbau nicht.“

Die Prager Gemeinde, deren Wurzeln bis auf Jan Hus zurückreichen, weiß sich mit der weltweiten Losungslesergemeinde verbunden. Die Losungen sind im Gemeindeleben und bei den Mitgliedern fest verankert. Wir wollen deshalb das Prager Projekt mittragen und mit Mitteln aus der Losungsspende unterstützen. Nur so kann die Realisierung des Um- und Anbaus bald erfolgen, und damit werden neue Möglichkeiten und Chancen für unsere Prager Gemeinde eröffnet. Wir dürfen gewiss sein, wie es in dem bereits zitierten Lied zum Schluss heißt: „Er wird uns auch erhalten in Lieb und Einigkeit und unser freundlich walten hier und in Ewigkeit.“ Bitte helfen Sie uns dabei, diese Zusage wahr werden zu lassen und weiterzugeben!

 

 

Milíc-Kapelle in Prag
Milíc-Kapelle in Prag

Umbaumaßnahmen dauern an

Aussenansicht der Kapelle
Aussenansicht der Kapelle

„Die Umbaumaßnahmen in der kleinen Milic-Kapelle dauern noch an“, erzählt Eva Šormová, Pfarrerin der Brüdergemeine in Prag. Eine Genehmigung der Behörden steht noch aus. „Mit unseren sechs Konzerten im Jahr machen wir auf unser Umbau- und Gemeindevorhaben aufmerksam und werben in der Öffentlichkeit dafür“, so die Tschechin weiter. Auch Menschen außerhalb der Gemeinde werden angesprochen, denen die Musik am Herzen liegt. Die Kosten des Architekten und Innenausstatters wurden bereits gestemmt. Da die Gemeinde die Kapelle gekauft hat, steht aktuell die erste Rate des Kaufpreises an. Im Jahr 2016 stehen außerdem noch weitere Umbaumaßnahmen an. „Wir haben eine tolle Gemeinschaft, jeder hilft mit. Dank der Unterstützung der Losungsspende sind wir zuversichtlich, die finanziellen Herausforderungen zu meistern“, meint Šormová.

Die Kapelle ist gekauft!

Den Kaufvertrag konnte die Gemeinde bereits im November unterschreiben. „Die Freude über die neuen Räumlichkeiten ist groß, ebenso wie das Engagement der Gemeinde.“ Berichtet Eva Šormová, die Pfarrerin der Herrnhuter Brüdergemeine in Prag. Die erste Anzahlung von 20% des Kaufpreises soll im Juni geleistet werden, danach wird nach und nach in Raten abbezahlt. Die Bauanträge für den Anbau sind ebenfalls beim Bauamt eingereicht und alle hoffen, dass die Baugenehmigung bald vorliegt. Dann beginnen die Baumaßnahmen erst so richtig. Doch auch schon jetzt ist die Gemeinde aktiv und beginnt ihr neues Zentrum mit Leben zu füllen. „Bei einer Gartenaufräumaktion haben alle mit angepackt um Gestrüpp und Büsche zu entfernen. Auch in der Nachbarschaft freut man sich, dass wieder Leben in die Kapelle einzieht. Wir freuen uns darauf, in den eigenen Räumen Konzerte, Krabbelgruppen und Seniorennachmittage organisieren zu können. Es gibt Interessenten, es gibt Freiwillige für die Organisation, aber es gab bis jetzt keinen Ort dafür.“ Erzählt Eva Šormová.

„Mit dem Kauf der Kapelle verbinde ich viel Freude und Hoffnung. Auf der anderen Seite aber auch Sorge, ob wir es schaffen alles zu vollenden und abzubezahlen.“ Sagt die engagierte Pfarrerin nachdenklich. Noch kann sie nicht in der Kapelle predigen, bevor nicht die Sanierung auch im Innenraum abgeschlossen ist. „Ich freue mich schon darauf, wenn ich meinen Gottesdienst-Korb nicht mehr brauche. Jeden Sonntag packe ich einen Korb mit Predigt, Ankündigungen, Bibel und je nach dem Abendmahlsgeschirr oder was man für den Gottesdienst braucht. Und dabei darf ich nichts vergessen. Das ist das Materielle. Ich freue mich auch auf das ‚Unsichtbare‘ – dass ein neuer Abschnitt für die Gemeinde beginnt, ein neuer Raum für Mission, Begegnung und den Aufbau von Gemeinschaft entsteht. Ich bin überzeugt, dass eine Gemeinde nicht nur für sich selbst da ist, sondern auch zum Dienst für seinen Herrn und dem Nächsten. Und der Nächste ist der, den mir Gott in den Weg schickt und den ich in die Gemeinschaft der Christen einladen kann.“

Kleines Konzert in der Kapelle
Kleines Konzert in der Kapelle
Arbeitseinsatz
Arbeitseinsatz

Eine Kirche für die Brüdergemeine in Prag

Kirche für den Neuanfang
Kirche für den Neuanfang

"Wir danken der Losungsspende von Herzen, dass sie uns beim Kauf des Kirchleins im Prager Stadtteil Malesice behilflich ist", erzählt Eva Sormová, Pfarrerin der Herrnhuter Brüdergemeine in der tschechischen Hauptstadt. Besonders die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit wird neben den Gottesdiensten in der Prager Gemeine groß geschrieben. Das Mehrgenerationenprojekt "Großeltern, erzählt uns was" und ein Seniorenclub sollen folgen. Bisher trifft sich die Brüdergemeine in stundenweise dafür angemieteten Räumlichkeiten. Das eigene Zuhause in Malesice scheint zum Greifen nah. "Die Kirche muss noch erworben und komplett umgebaut werden", so Sormová. Entstehen sollen Gruppen- und Sanitärräume, eine Pfarrwohnung sowie ein Versammlungsraum und ein Büro. "Wir sind auf die Unterstützung der Losungsspende angewiesen, um unser Vorhaben und den Traum von unseren eigenen Räumlichkeiten zu verwirklichen", meint die Pfarrerin. Bitte helfen auch Sie dabei und greifen Sie den tschechischen Schwestern und Brüdern mit Ihrer Spende unter die Arme.