Die Herrnhuter Brüdergemeine in Nordindien

Einweihung des neuen Gemeindezentrums
Ein neuer Raum für Gottesdienste

Das Landschaftsbild des Nordens von Indien ist geprägt von den hohen schneebedeckten Gipfeln des Himalaya Gebirges und tiefen Tälern, die die Flüsse im Laufe der Jahrtausende gegraben haben. Vor dieser Kulisse hat in der Stadt Leh, an den Grenzen zu Tibet und Pakistan, die Arbeit der Herrnhuter in den 1880er Jahren begonnen. Heute gibt es dort ein aktives Gemeindeleben mit Sonntagsschulen, Gebetskreisen und sogar einem christlichen Büchercafé. Sonntags strömen 250 Besucher zu den Gottesdiensten, die in dem im September neu eröffneten Gemeindezentrum stattfinden. Die Losungen werden in dieser Gegend sowohl auf Tibetisch, als auch Nepali und Englisch genutzt.

„Wichtige Bausteine unserer Arbeit sind die Seelsorge und Hausbesuche bei nepalesischen Gastarbeitern“,  berichtet Elijah Gergan, der Gemeindepfarrer von Leh. Die Gastarbeiter gehören dort eher zum Rande der Gesellschaft. Viele leben in Armut und Alkohol ist ein großes Problem. Diese Arbeit liegt Bruder Gergan sehr am Herzen. Er besucht die Menschen und isst mit ihnen zu Abendbrot. In Bibelgesprächen und Gebetsstunden sind ihm die Losungen eine gute Grundlage.

Moravian Institute

Bereits 1887 wurde von den Herrnhutern in Leh eine Schule gegründet, die heute noch existiert. Sie ist inzwischen die größte in der Region und wird von etwa 1.200 Kindern besucht. Davon sind 600 Buddhisten, 150 Muslime, 60 Christen und die übrigen Hindus oder gehören anderen Religionen an. Sie ist die einzige Privatschule der Region, an der Kinder mit unterschiedlichen  Religionen miteinander unterrichtet werden.

„In der Schule gibt es immer wieder etwas zu tun, um die Kinder so gut wie möglich fördern zu können. Der Kindergarten und die Labore für die Oberstufen müssen neu ausgestattet werden und unsere Bibliothek würden wir gerne erweitern",  berichtet der Schulleiter.
Die Schule hat einen guten Ruf und die Kinder, die hier ihr Examen machen, haben eine gute Zukunftsperspektive.

Neben Naturwissenschaften wird auch Wert auf eine künstlerische Bildung der Kinder gelegt. Am 18. Oktober nahm der Chor der Schule an einem Gesangswettbewerb teil mit einer eigenen Interpretation des Gospelsongs „Just a Closer Walk with Thee“.  Die Schülerinnen und Schüler gewannen damit den zweiten Preis des Wettbewerbs.

Moravian Institute
Die Schülerinnen und Schüler sollen umfassend in Ihren Fähigkeiten gefördert werden

Der Schulleiter Thespal Kundan schreibt in einem Brief: „Wir sind unseren Unterstützern sehr dankbar - sowohl  den Paten einzelner Kindern als auch denen, die die Schule als Ganzes unterstützen. Dies ist eine große Ermutigung für uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sehen uns als Partner mit den Spenderinnen und Spendern in dem gemeinsamen Bemühen für Kinder zu sorgen und ihnen Bildungsmöglichkeiten mit einer hohen Qualität bieten zu können.“