Ein von Leben erfülltes Denkmal

Herrnhaag, der Name klingt nach Geschichte und Tradition. Genauso ist es, vor rund 300 Jahren wurde in Büdingen in Oberhessen  eine Siedlung gebaut zum Wohnen und Leben - für über 1.000 Menschen aus rund 25 Nationen. Mehr als 600 Missionare der Herrnhuter Brüdergemeine brachen von hier aus in die Welt auf. Ein bedeutsames Kulturdenkmal - mit Leben erfüllt. Ein Platz für außergewöhnliche Begegnungen - und noch nicht fertig.

Sanierungsarbeiten an den alten Gebäuden werden mit großem Engagement von Jung und Alt durchgeführt. Es gibt viele Räume, die wiederhergerichtet werden müssen und auch die neuen Brandschutzbestimmungen erfordern viele Umbaumaßnahmen. Das alles ist mit hohen Kosten verbunden, weshalb das Herrnhaag dringend um Spenden bittet.
In der Lichtenburg, auch Grafenhaus genannt, findet sich einer der ältesten Säle der Brüdergemeine. Große Säulen ragen hier an die hohe Decke und die abblätternde weiße Farbe zeugt nicht nur von der Baufälligkeit, sondern auch von der Ehrwürdigkeit des Saales. In und um das Grafenhaus findet ein vielfältiges Leben statt. Jugendfreizeiten, Chorwochenenden, Gemeindetage und natürlich Gottesdienste. Neben dem geistlichen und ökumenischen Leben ist Raum für Kunsthandwerk, Malerei und Musik. So ist auf dem Herrnhaag immer etwas los. Dieses bunte Miteinander nimmt wichtige Gedanken der Gründergeneration auf und hilft, diese in die Gegenwart zu transportieren und mit Leben zu erfüllen.

Der Herrnhaag ist ein wichtiges Zentrum für die Jugendarbeit der Brüdergemeine. Im Sommer hört man das Lachen und Singen schon von weitem. Die Sonne blitzt zwischen den alten Häusern auf den grünen Rasen. Den Mittelpunkt auf dem Herrnhaag bildet ein achteckiges Brunnenhaus. Jugendliche sitzen dort versammelt, sie reden, genießen den Sommer und die besondere Gemeinschaft.
„Ich mag am Herrnhaag das Mittagsgebet um den Brunnen, Küche und Wiese als Treffpunkt, die bunte Kombination von Menschen, die Stille auf dem Gottesacker (Friedhof), die rundgelaufenen Pflastersteine und immer in jemanden reinzulaufen, mit dem gute Gespräche entstehen“ schwärmt Magdalena.

Doch was wäre eine solche Gemeinschaft, ohne gemeinsames Essen. Genau im Herzstück dessen, in der Gemeinschaftsküche, bröckelt es aber. Sie ist mittlerweile 35 Jahre alt und kann den neuen Anforderungen und Hygienestandards nicht mehr standhalten. „Gerade an Großveranstaltungen kommen  wir unsere Grenzen, dann sind die Spülberge kaum zu bewältigen.“ Erzählt Bodo Preißer vom Verein der Freunde des Herrnhaag, der ein Konzept für die Sanierung erstellt hat. Damit weiter solche Veranstaltungen gemacht werden können braucht es einen kompletten Umbau. Um die Kosten gering zu halten, werden teilweise vorhandene Edelstahlmöbel weiter verwendet. Dennoch gibt es auch viele Neuanschaffungen. Helfen Sie mit, damit die Küche im Herrnhaag ihre Funktion für das leibliche Wohl bei Veranstaltungen erfüllen kann, sowie ein Ort der Begegnung und des Austausches bleiben kann. Damit leisten Sie einen wichtigen Baustein um das Herrnhaag als lebendigen Ort der Gemeinschaft zu erhalten.