weitreichende Gemeinde mit engen Beziehungen

Niels Gärtner, Pfarrer der Brüdergemeine NRW

„Wie kann man denn mit nur 400 Mitgliedern über ganz NRW verstreut eine Gemeinde sein?“ – das werde ich häufig gefragt. Das ist ein anderes Gemeindeleben als in den lokalen Gemeinden. Man muss weite Wege auf sich nehmen und trifft sich deutlich seltener. Aber bei den Treffen gibt es immer eine lebendige Gemeinschaft. Wir feiern in Düsseldorf und Bielefeld einmal monatlich einen Gottesdienst.

Viele Gemeindemitglieder nehmen an den vielfältigen übergemeindlichen Veranstaltungen wie Familienfestival oder Chortreffen teil. Die Landeskirchen sind stark in ihrer Region, die Herrnhuter sind stark in der überregionalen Verbindung, sie ist eine internationale Kirche. Geschwister aus vielen Teilen Deutschlands sind zum Teil sehr eng verbunden. Darüber hinaus ist die internationale Partnerschaftsarbeit ein zentrales Element unseres Gemeindeseins.

Seit 30 Jahren gibt es wechselseitige Besuche mit unserer Partnergemeine Bethesda im Ostkap von Südafrika. Eine farbige, arme Gemeinde in kärglicher Landschaft abseits der großen Verkehrswege. Wie lebt man dort? Wie glaubt man dort? Im Juli 2018 kamen zwei Schwestern aus Bethesda und berichteten darüber. Wir hören voreinander, wir singen zusammen, wir sind gemeinsam unterwegs, verbunden im Glauben und den Losungen.

Diese lebendige Partnerschaft ist ein wichtiger Teil unserer Gemeindearbeit. Sie braucht viel ehrenamtliche Kraft, aber auch immer wieder Geld für Reisekosten und ähnliches. Helfen Sie mit Brücken zu bauen zwischen Menschen und Kulturen, damit wir möglichst häufig gemeinsam singen können: Masithi Amen, siyakudumisa (Singt Amen! Amen, wir preisen Gott, den Herrn).

Niels Gärtner, Pfarrer der Herrnhuter Brüdergemeine NRW

Gottesdienst der Brüdergemeine NRW
Besuch der Gemeinde in Südafrika