Fröhlicher Gemeindegesang in der Großstadt Amsterdam

1995 erwarb die Brüdergemeine Amsterdam die große Koningskerk (Königskirche). Viele hundert Menschen hatten sich in den vorangegangenen Jahrzehnten dieser Brüdergemeine angeschlossen. Sonntag für Sonntag kamen mehr als 300 Besucher zum Gottesdienst, und das bisherige Gebäude platzte aus allen Nähten.

Mehr als 90% der Gemeindeglieder stammten aus der früheren niederländischen Kolonie Surinam in Südamerika. Sie hatten schon dort der Brüdergemeine angehört und waren froh, ihre Herrnhuter Kirche in der neuen Heimat wieder anzutreffen. Mit viel Einsatz gelang es ihnen, dieses schöne Kirchenzentrum zu erwerben. Die notwendige Renovierung führte die Gemeinde großenteils mit den eigenen Händen durch.

Fast 25 Jahre später ist die Kirche immer noch Sonntag für Sonntag gefüllt. Aus voller Brust werden alte Kirchenlieder und neue geistliche Gesänge gesungen. Doch die Orgel ist in die Jahre gekommen, das merkt man gerade in der jetzt anbrechenden Adventszeit. Nach 55 Jahren ist die erste gründliche Restauration fällig. Die Gemeinde veranstaltet viele Aktionen um Geld zu sammeln, doch die Lücke zu den benötigten 100.000 Euro ist noch zu groß. Wie gern würde die Gemeinde die Orgel noch 2019 renovieren lassen, so dass sie dann wieder für viele Jahrzehnte den Gemeindegesang begleitet.  

„Am Heiligen Abend feiert die Gemeinde immer zwei Gottesdienste hintereinander, so gross ist der Andrang. Mehr als 800 Leute lauschen andächtig der Weihnachtsgeschichte und dem Chorgesang. Hoffentlich bleibt die Orgel dieses Mal nicht hängen, wenn die Gemeinde die alten surinamischen und niederländischen Weihnachtslieder singt.“ Berichtet Pfarrer Martin Theile aus Amsterdam