Losungsspende

Die Verbreitung der Losungen
Die Verbreitung der Losungen

Die Losungen sind weltweit verbreitet. Aktuell existieren Übersetzungen in 56 Sprachen.

Losungen als Andachtsbuch für ein ganzes Jahr gibt es seit 1731. Damals wird es schon die ersten Spenderinnen und Spender der Losungen gegeben haben. Der Freundeskreis war über alle Zeiten hinweg eine wesentliche Säule, die die breit gefächerte Arbeit der Herrnhuter Brüdergemeine getragen hat. Doch die Losungsspende ist ein Kind aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im geteilten Deutschland. Zunächst erschienen die Losungen mit finanzieller Unterstützung aus den USA. Bald war diese Hilfe nicht mehr nötig. Dafür zeigte sich, dass an anderen Stellen Unterstützung im eigenen Land nötig ist. Neue Gemeinden entstanden im Westen des Landes, die Zinzendorfschulen mussten wieder aufgebaut werden, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen konnten nur mit entsprechender Hilfe beginnen. Außerdem fragten die Herausgeber von fremdsprachigen Ausgaben an, ob man sie unterstützen könnte. Leserinnen und Leser der Losungen waren gerne bereit, ihre Gaben mit anderen zu teilen. So entstand die Losungsspende. Sie hat ihren Namen von den Losungen und den Menschen, die gespendet haben, weil sie die Losungen lesen und mit ihnen leben.

Schon in den 50er Jahren gab es ein breites Spektrum von Projekten innerhalb der Herrnhuter Arbeit und der Losungsgemeinde rund um den Erdball. Dazu gehörten Missionsprojekte in Tansania und die Arbeit in Palästina, damals mit an Lepra erkrankten Menschen.

Unsere Aufgaben sehen wir immer noch bei Projekten in Deutschland, der Herausgabe von fremdsprachigen Ausgaben der Losungen, der Missionsarbeit in Tansania und den angrenzenden ostafrikanischen Staaten, dem Zentrum für Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen auf dem Sternberg bei Ramallah, dem Gemeindeaufbau in Albanien, dem Moravian Institute in Rajpur (Nordindien) und Naturkatastrophen, wo wir direkten Kontakt über unsere Losungsarbeit zu den Betroffenen haben.

Von Afrikaans bis Zulu

Seit im Jahr 1741 die ersten fremdsprachigen Losungen in französischer Sprache erschienen sind, hat sich die Zahl der Losungssprachen ständig vermehrt.

Die Losungen erscheinen aktuell in folgenden Sprachen:
Afrikaans, Albanisch, Arabisch, Basaa, Bemba, Bulgarisch, Chichewa, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Farsi, Finnisch, Französisch, Georgisch, Hindi, Indonesisch, Inuktetuk, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Kinyarwanda, Kirundi, Koreanisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Mayangna, Miskito, Nepali, Niederländisch, Oriya, Pedi, Plattdeutsch, Polnisch, Portugiesisch, Rongmei-Naga, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Sesotho, Setswana, Siswati, Slowakisch, Sorbisch, Spanisch, Surinamisch, Swahili, Tibetisch, Tschechisch, Ungarisch, Venda, Xhosa und Zulu.
Hinzu kommen die Ausgaben der Ursprachen in Hebräisch und Altgriechisch.

Sabine Bühler und Christine Pfeffer mit den Losungen