Recht auf Gesundheitsversorgung

„Das Herrnhuter Krankenhaus in Isoko liegt in den Bergen des verkehrstechnisch schlecht erschlossenen Grenzgebietes zwischen Malawi und Sambia“, berichtet Christiane Paul-Klingner. Die Hebamme wurde von der Herrnhuter Missionshilfe und Mission 21 ausgesendet und gibt vor Ort ehrenamtlich ihr Wissen weiter. „In unserer Klinik werden fast täglich Kinder geboren, etwa 700 im Jahr. Die Schwangeren kommen oft schon vor dem Geburtstermin und schlafen bis es so weit ist in der „Wartestation“. Da Isoko das einzige Krankenhaus im weiten Umkreis ist, finden sich bei uns auch viele werdende Mütter ein, bei denen Komplikationen und somit ein Kaiserschnitt zu erwarten sind.“ Nur mit Unterstützung der Herrnhuter Missionshilfe ist das Betreiben von Krankenhäusern in abgelegenen Gebieten Afrikas möglich. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende bei unserem Einsatz für das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung!

Das Menschenrecht auf den „höchsten erreichbaren Stand an körperlicher und geistiger Gesundheit“ wurde im Jahr 1966 von der UN (Vereinte Nationen) formuliert. Es beinhaltet die sichere und zeitnahe
Verfügbarkeit und Erreichbarkeit von Gesundheitsdiensten in guter Qualität zur Sicherstellung der Grundversorgung der wichtigsten Erkrankungen. Aufgrund sozialpolitischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gibt es für viele Menschen in Afrika jedoch bis heute keinen Zugang zu moderner Medizin. Ungerechtigkeit und Benachteiligung sind Realität. Insbesondere in den ländlichen Regionen fehlen gute Gesundheitseinrichtungen. Als Kernbereiche der Arbeit der Herrnhuter Missionshilfe
wurden die Gesundheitsarbeit, die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Verbesserung der Medikamentenversorgung festgelegt. So wurden Gesundheitseinrichtungen in verkehrstechnisch schlecht erschlossenen Gebieten eingerichtet, damit die Bevölkerung bei Bedarf medizinische Grundversorgung wie z.B. die Behandlung akuter Erkrankungen oder Aufklärung
(HIV) erhalten kann. Die 122-Betten-Klinik in Isoko mit fünf angegliederten Basisgesundheitsstationen verfügt über Notaufnahme, OP-Saal, Gynäkologie, Isolierstation, Tuberkulosestation und eine zahnmedizinische Abteilung. Weil der Ruf des Hauses sehr gut ist, legen viele Patienten trotz schlechter Straßen weite Strecken zurück, um hier behandelt zu werden.

Auch in Mbozi (Region Mbeya) nahe der Verbindungsstraße von Dar es Salaam nach Sambia betreibt die Herrnhuter Brüdergemeine ein Krankenhaus, in dem Kranke unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie und Staatsangehörigkeit behandelt werden. Im Gebäude neben dem Krankenhaus ist eine Krankenpflegeschule untergebracht, in der Hebammen, Krankenschwestern und Krankenpfleger ausgebildet werden. Gute Gesundheitsversorgung ist deshalb so wichtig, weil sie den Menschen hilft, besser für sich und ihre Familie zu sorgen. So fällt die Arbeitskraft seltener aus und Familienstrukturen werden weniger häufig belastet oder zerstört wie z.B. durch Todesfälle.

Christiane Paul-Klingner mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospitals in Isoko.
Krankenstation in Isoko
Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Isoko
Eingang zum Hospital der Herrnhuter in Isoko